Im Rahmen der Sonntagsmesse am 23. August verabschiedete sich Pfarrer Nikolaus Vidovic von der Pfarrgemeinde Krems-St. Paul. Sein künftiger Wirkungskreis wird in der Dompfarre in Eisenstadt sein. Er dankte allen in der Pfarre engagierten Gläubigen für die Unterstützung während seiner Zeit als Pfarrer von St. Paul. Im Anschluss an die Heilige Messe überreichte er die Cäcilien-Medaille an die Organisten Maria Deim und Mag. Wilhelm Bauer für ihren langjährigen Einsatz. Pfarrkirchenrat Ing. Willi Kastler erhielt den Hippolyt-Orden in Bronze überreicht. Bei der Agape hatten alle Messbesucher nochmals ausgiebig Zeit mit Pfarrer Nikolaus in Kontakt zu treten. Ab September wird Mag. Jobins Antony, MA, ein aus Indien (Kerala) stammender Priester, als Kaplan im Pfarrverband Krems (für die Pfarren Krems-St. Veit, Krems-St. Paul, Stein an der Donau und Egelsee) tätig sein und in der Pfarre St. Paul Gottesdienste feiern. Zuvor wirkte er als Kaplan im Pfarrverband Wieselburg und Petzenkirchen.
Seit 1625 gibt es die Kremser Gelöbniswallfahrt nach Mariazell. 1762 wurde dieses Gelöbnis mit einem einstimmigen Beschluss des Kremser Stadtrates zwischen der Pfarre St. Veit und der Stadt Krems fest verankert. Man gelobte damals "auf ewig" eine jährliche Wallfahrt nach Mariazell zu führen. Unter den zahlreichen Kremser Wallfahrern war auch eine Gruppe aus St. Paul dabei. Die Kremser Gelöbniswallfahrt hat ihren Ursprung als Dankbekundung für das Ende der Pest und die Befreiung von der Schwedenbelagerung. Der feierliche Abschluss fand in Krems mit dem festlichen Einzug in die Stadtpfarrkirche St. Veit und einer Andacht statt. Im Anschluss klang die Wallfahrt mit einer Agape im Pfarrhof aus.
Im Rahmen der heiligen Messe zu Mariä Himmelfahrt wurden die von den Damen der Bastelrunde zuvor gebundenen Kräuterbuschen von Pfarrer Nikolaus Vidovic gesegnet.
Die Segnung der Kräuterbuschen hat eine lange Tradition. Im achten Jahrhundert nach Christus wurde die Kräutersegnung zunächst verboten. Das Volk missachtete jedoch dieses Gebot. In Folge deutete die katholische Kirche den Brauch um und verband ihn mit der Gottesmutter Maria und einer Legende. Drei Tage nach dem Tod der Gottesmutter kamen die Apostel laut Legende an ihr Grab, doch das Grab war leer, da Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden war. Aus dem Grab jedoch strömte – so die Legende – der Duft von Rosen, Lilien und ein lieblicher Wohlgeruch wie von duftenden Heilkräutern.
Der Gottesdienst am 19. Juli stand im Zeichen des Heiligen Christophorus. Der Namenstag des Heiligen ist am 24. Juli. Nach der Legende ist Christophorus ein Riese, der einen Herren sucht. Weil er weder beten noch fasten kann, dennoch aber Christus als dem mächtigsten Herrn dienen will, erklärt er sich bereit, Menschen über einen reißenden Fluss zu tragen. Eines Nachts ruft ihn ein Kind. Er geht hinaus und trägt es über den Fluss. Da wird es immer schwerer – so schwer, dass er, der Riese, zu ertrinken fürchtet. Ihm ist, als trüge er die ganze Welt auf seinen Schultern. Da sagt ihm das Kind: „Mehr als die Welt hast du getragen; der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde.“ Christophorus, dessen Name „Christus-Träger“ bedeutet, ist zum Patron der Reisenden geworden.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand am Parkplatz der KPH eine Fahrzeugsegnung statt.